Scheidung im theologischen und im rechtlichen Sinne

„Wollt Ihr Euch lieben, bis dass der Tod Euch scheide?“ wird beim feierlichen Eheversprechen im Allgemeinen mit „Ja“ beantwortet. Das muss auch so sein, ansonsten soll auch keine Ehe daraus werden. Aber Liebe ist ein Gefühl. Wie soll man darauf ein Versprechen abgeben? Genauso gut könnte man fragen: „Versprichst du mir, dass du dich bis ans Ende deiner Tage gut fühlen wirst?“ Eigentlich ist es absurd, versprechen über Gefühle abzugeben, denn diese können wir nicht bis in die letzte Konsequenz kontrollieren. Doch ein Eheversprechen ist eine feierliche Angelegenheit und die Gefühle der frisch verliebten Eheleute überwiegen bisweilen alles andere und schalten auch das rein schalich-logische Denken aus.

Und viele Ehen werden auch wieder geschieden. Im rein juristischen Sinne kann das ganz vernünftig geregelt werden, im streng theologischen Sinne ist das manchmal schon etwas schwieriger, denn „der Mensch soll nicht trenne, was Gott zusammengefügt hat.“ Und schon in den zehn Geboten steht geschrieben: „Du sollst nicht ehebrechen!“ Eine Scheidung ist in dieser Hinsicht übrigens kein Ehebruch. Der theologische Ehebruch findet dann statt, wenn sich der geschiedene Mensch wieder mit einem neuen Partner zusammentut. Wer sich also nach einer Scheidung wieder bindet, der kann ein Problem mit der Kirche bekommen. Das passiert schon manchmal, wenn jemand bei einem kirchlichen Träger eingestellt ist. Eine rein säkulare Scheidung ist da schon etwas einfacher zu sehen. Der Gesetzgeber hat im Verlauf der Jahrzehnte viele juristische Regelungen auf den Weg gebracht, die bei einer Scheidung das Leben der Getrennten wieder auf Kurs bringen sollen. Um diese adäquat zu verstehen, mag allerding juristische Hilfe angesagt sein. Diese bekommen Sie beispielsweise von der Familienrecht-Expertin Ute Schniering. Ein Rechtsanwalt für Familienrecht sollte neben dem juristischen Fachwissen auch etwas menschliche Feinfühligkeit besitzen. Denn es ist eine wichtige Hilfe, wenn der Jurist oder die Juristin die aufgepeitschten Emotionen wieder auf die Sachebene zurückbringt.

Strafrecht ist bei Rechtsanwälten beliebt

Das Studienfach Jura wird weiterhin sehr gerne gewählt, wenn bedeutende Positionen in der Gesellschaft angestrebt werden. Mit Jura als Hintergrund kann der Einstieg in der Politik, in Kanzleien, im Staatsdienst und in großen Unternehmen gelingen. Sehr beliebt ist allerdings, Rechtsanwalt für Strafrecht zu werden, obwohl sich dieser Bereich nicht sofort erschließt. Doch wer sich in der Verteidigung von Verbrechern der übelsten Art einmal bewährt hat, wird schnell berühmt und erwirbt sich dadurch einen guten Ruf. Dieser Rechtsanwalt gilt sogleich als durchsetzungsstark, als kenntnisreich im Umgang mit Behörden und Gerichten und wird daher von Entscheidern im Staat und in Unternehmen hoch geschätzt. Ein Rechtsanwalt für Strafrecht wird sich überdurchschnittlich für die Interessen seiner Mandanten einsetzen und diese mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigen. Sein Bestreben ist zwar oft, den Weg nach oben zu beschreiten; doch wird er diesen Weg nur über beruflichen Erfolg sehen, was wiederum seinen Mandanten zugutekommen muss. Schwierige Fälle wird dieser Anwalt mögen.