Die Bonussysteme und Zusatzleistungen der gesetzlichen Krankenkassen

Der Krankenkassenbeitrag liegt in diesem Jahr (2013) bei 15,5 Prozent des Bruttoeinkommens. Das wurde vom Gesetzgeber so festgelegt. An der Höhe des Beitragssatzes können die Krankenkassen daher nichts drehen. Auch das Leistungsspektrum bewegt sich innerhalb eng gesteckter gesetzlicher Parameter. Gleichwohl wünscht der Gesetzgeber jedoch einen Wettbewerb zwischen den Krankenkassen. Es ist aber  sehr schwer sich vom Wettbewerb abzugrenzen, wenn sowohl Preis als auch Leistung festgelegt sind. Womit soll eine Krankenkasse also punkten?


Krankenkassen werben mit Bonusprogrammen und Zusatzleistungen

Die Kassen versuchen es mit Zusatzangeboten, die der Gesundheitsförderung dienen. Dazu gehören Sport-, Ernährungs- und Entspannungsprogramme. Dabei werden zum Beispiel  Nordic-Walking,  Aqua-Gymnastik oder Yoga-Kurse bezuschusst. Voraussetzung ist immer, dass ein qualifizierter Übungsleiter die Kurse durchführt und es sich nicht um Leistungssport handelt.  Die meisten Krankenkassen unterstützen auch den Wunsch Gewicht zu verlieren oder mit dem Rauchen aufzuhören.
Andere Zusatzangebote betreffen die ganz oder teilweise Kostenübernahme für naturkundliche,  homöopathische oder traditionelle chinesische Behandlungen.
Manche Kassen bieten Bonusprogramme an, bei denen man für unterschiedliche gesundheitsfördernde Maßnahmen wie Teilnahme an Sport- oder Entspannungskursen mit Bonuspunkten belohnt wird. Diese Bonuspunkte können dann in Prämien umgewandelt werden. Zunehmend setzen die  Krankenkassen hierbei auf Geld- statt auf Sachprämien.

Wahltarife

Viele Kassen bieten auch zusätzlich Wahltarife an, mit denen man die eingeschränkten Leistungen der gesetzlichen Kassen erweitern kann. Hierbei kooperieren jedoch viele Kassen mit externen privaten Versicherungen. Das Angebot umfasst meistens Zusatzversicherungen für Brillen, Zahnbehandlungen, Auslandsreisekrankenversicherungen und Behandlungen bei Heilpraktikern.

Das Bonusprogramm von AGIDA

AGIDA ist die Direktversicherung der AOK Hessen (s. www.agida.de) und bietet ein ausgeklügeltes Bonusprogramm an, mit dem man bis zu 360 EUR pro Jahr zurück bekommen kann. Das Bonusprogramm setzt sich aus 3 Bausteinen zusammen:  Direkt-, Gesundheits- und Kostenbonus. Den Direktbonus von 50 EUR jährlich erhält man, weil AGIDA eine Direktversicherung ist und keine Geschäftsstellen unterhält. Der gesamte Service-Bereich ist per Internet, Telefon oder E-Mail zu erreichen. Der  Gesundheitsbonus basiert auf der klugen Überlegung, dass Versicherte, die gesund leben und sportlich aktiv sind, belohnt werden sollten. Je mehr Sportkurse und Vorsorgemaßnahmen man absolviert, desto mehr Geld gibt es zurück, bis zu 100 EUR im Jahr. Der Kostenbonus basiert auf dem Prinzip: Wenn Versicherte keine oder nur wenige Leistungen in Anspruch nehmen, erhalten sie dafür einen Bonus von bis zu 210 EUR pro Jahr. Dieser Bonus ist vom Bruttoeinkommen abhängig. Hat man bis zum Jahresende keine Leistungen in Anspruch genommen, wird der gesamte Bonus auf das Bankkonto überwiesen. Musste man zwischendurch ins Krankenhaus oder hat man ein Kassenrezept eingelöst, wird der Bonus reduziert. Vorsorgemaßnahmen und Arztbesuche werden generell nicht vom Bonus abgezogen.

Zahnzusatzversicherung – leider ein absolutes Muss

Seit die Politik unser Gesundheitssystem demontiert, ist es leider notwendig eine Reihe von Zusatzversicherungen abzuschließen, um sich eine vernünftige und zeitgemäße medizinische Behandlung zu sichern.

Während bei allgemeinmedizinischen Bereichen bei unseren Politikern noch eine Schamgrenze existiert, was die Einschränkung der Leistungen angeht, ist sie bei Zahnbehandlungen und Zahnersatz nicht mehr vorhanden.

Klar ist, dass niemand sterben muss, bloß weil er keinen vernünftigen Zahnersatz erhält. Es lebt sich auch mit vielen Zahnlücken gut.

Das es doof aussieht, bestätigt die Entscheidungsträger in ihrer Einschätzung, dass es sich um ein rein kosmetisches Problem handelt, mit dem die Solidargemeinschaft nicht belastet werden darf.

Aus diesem Grund steht die Zahnzusatzversicherung ganz oben auf der Liste der notwendigen Zusatzversicherungen.

Um es noch einmal klar zu machen: Nicht die Krankenkassen machen die Gesetze, sondern die Regierung. Eine Weile war sogar geplant Zahnmedizin komplett aus dem Leistungskatalog der Krankenkassen zu streichen.

Mit zunehmenden Alter trifft das Thema Zahnersatz wirklich jeden. Und um dann nicht, zigtausende Euro auf den Tresen des Zahnarztes legen zu müssen, sollte man rechtzeitig eine Zahnzusatzversicherung abschließen. Rechtzeitig heißt, wenn das Gebiss noch gut ist und man noch kraftvoll zubeißen kann. Der Grund hierfür ist, dass die Zusatzversicherungen in aller Regel eine Wartezeit vorschreiben. Denn im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenkasse sind diese Zusatzversicherungen daran interessiert, mit den Versicherungen Geld zu verdienen. Die gesetzlichen Krankenkassen müssen das nicht, sie sollen hauptsächlich erst einmal mit dem Geld auskommen. Somit sind die Voraussetzungen schon mal verschieden.

Was aber zahlt eine Zahnzusatzversicherung überhaupt?

Das wichtigste ist die Kostenübernahme bei Zahnersatz und Implantaten. Denn Keramik-Blomben und Zahnreinigung kann man zur Not aus der Tasche zahlen.

Alle Versicherungen bieten verschiedene Pakete an, die in Beitragshöhe und Leistunsumfang unterschiedlich sind und daher sollte für jeden Geldbeutel etwas dabei sein.

Die Höhe des Beitrages wird berechnet, nach dem Alter des zukünftigen Patienten und nach der gewünschten Höhe der  Kostenübernahme. Es gilt das Prinzip: Je älter der Versicherte, desto höher der Beitrag und je größer die Leistung (Kostenübernahme) desto höher der Beitrag.

Was die Zahnzusatzversicherung auch noch übernimmt, welche Kosten genau auf einen zukommen und wie der Erstattungsmodus ist, kann man hier zum Beispiel bei der HanseMerkur oder bei Versicherungsvergleichsportalen genauer nachlesen

Inkontinenz bei Männern: Ratschläge

Blasenschwäche wird häufig als Frauenkrankheit angesehen. Aber auch viele Männer leiden an Inkontinenz. Häufig ist die Ursache von Inkontinenz bei Männern eine vergrößerte Prostata. Diese drückt die Harnröhre zusammen und behindert so den Urinfluss. Auch nach einer Entfernung der Prostata aufgrund von Prostatakrebs kann eine Inkontinenz auftreten. Verschiedene Studien berichten, dass nach einer kompletten Prostataentfernung 20 bis 50 Prozent der Männer (je nach Studie) an Inkontinenz leiden. Grund kann aber auch eine überaktive Blase sein, bei der sich ohne organisch feststellbaren Grund der Blasenmuskel zusammenzieht und dadurch Urin unwillkürlich austritt.

Viele Menschen möchten über die Möglichkeit einer Inkontinenz gar nicht nachdenken. Diese Vermeidungstaktik kann allerdings fatale Folgen haben. Denn bei Inkontinenz sind gerade vorbeugende Maßnahmen besonders wirkungsvoll. Diese einfachen Ratschläge und Tipps können Sie befolgen, um Ihr Risiko für eine Inkontinenz zu verringern:

Das sogenannte Beckenbodentraining ist eine gute Maßnahme zur Inkontinenzvorbeugung. Dieses wirkt nicht nur bei Frauen. Auch bei Männern ist es eine vielversprechende Behandlungsmethode für Inkontinenz, denn durch Beckenbodentraining stärken Sie Ihre Schließmuskeln. Da der Beckenboden ein Muskel ist, den man normalerweise nicht spürt und der nur unbewusst gesteuert wird, ist es ratsam, sich zunächst von einem Experten, zum Beispiel einem Physiotherapeuten, anleiten zu lassen. Hat man einmal den Dreh heraus, kann man die Übungen ganz einfach jederzeit durchführen. Es gibt verschiedene Übungen, die man im Stehen und Sitzen sowie im Liegen machen kann. Dadurch ist dieses Training sehr vielseitig und ohne großen Aufwand durchführbar.

Ab einem Alter von 45 Jahren sollte jeder Mann einmal jährlich eine Prostatauntersuchung durchführen lassen, die im Rahmen des gesetzlichen Früherkennungsprogramms vorgesehen ist. So kann eine eventuelle Vergrößerung frühzeitig erkannt und behandelt werden. Bemerkt man bei sich erste Anzeichen einer Inkontinenz, also zum Beispiel Nachtröpfeln von Urin, sollte man sofort einen Urologen aufsuchen. Dieser kann die Ursache der Inkontinenz ermitteln und einen Behandlungsplan aufstellen. Eine bewährte Behandlungsmethode ist das Verhaltenstraining. Hier wird, mit Hilfe eines Miktionsprotokolls, Schritt für Schritt der Zeitraum zwischen zwei Toilettengängen verlängert, um so die Kontinenzfähigkeit langsam wieder zu steigern.

Weitere Informationen und Ratschläge zu Inkontinenz, Prostatabeschwerden, Schutzeinlagen und –unterwäsche gibt es unter www.tena.de.