So modisch können Kompressionsstrümpfe sein

Vielen Frauen sitzt die Furcht vor den unschönen Gummistrümpfen die man während der Schwangerschaft oder bei Venenleiden tragen muss tief im Nacken. Junge Frauen erfahren von Ihren Müttern und Grossmüttern, wie Sie die beigen Gummistrümpfe während der Schwangerschaft kaum anziehen konnten. Diese Zeit ist längst vorbei! Heute sind Kompressionsstrümpfe modische Kleidungsstücke die nicht mehr unter langen Hosen versteckt werden müssen.

Die verschiedenen Qualitäten

Zwar gibt es immer noch relativ dicke Kompressionsstrümpfe mit Baumwolle. Diese werden aber immer seltener, die feinen Mikrofaserstrümpfe haben die Kompressionstherapie erobert. Dank speziellen Garnen fühlen sich die Strümpfe auf der Haut sehr gut an. Der elastische Faden, welcher für die Kompressionskraft sorgt, ist von weichen Kunstfasern umsponnen. Auf der Haut kommt also kein „Gummi“ zu liegen wie dies früher der Fall war. Moderne Kompressionsstrümpfe haben ein sehr feines Maschenbild und sind teilweise sogar leicht transparent. Manche Modelle überraschen auch mit einem edlen Glanz.

Die Farben

Die Farbauswahl bei Kompressionsstrümpfen ist riesig. Es gibt kaum noch Marken die ihre Strümpfe nicht wenigstens in drei verschiedenen Hauttönen und Schwarz anbieten. Bei den Herrenstümpfen gehört neben Schwarz und Haut natürlich noch Marineblau und Anthrazit zur Standard Farbauswahl. Wem das zu langweilig ist, der wählt Modestrümpfe. Diese werden von den meisten Herstellern in den Kompressionsklassen I und II angeboten und unterschieden sich in der Wirkung nicht von den andern Kompressionsstrümpfen. Jedes Jahr erscheinen die beliebten Strümpfe in neuen, trendigen Modefarben. Vom deutschen Hersteller Medi gibt es sogar Kompressionsstrümpfe mit Swarovski-Steinen. Wer sich auch mit Kompressionsstrümpfen modisch kleiden möchte und nicht auf das Tragen von Röcken verzichten will wird also keine Mühe mehr haben die passenden Strümpfe zu finden.

Das Haftband

Kompressionsstrümpfe sind in verschiedenen Formen erhältlich. Schenkelstrümpfe sind dabei immer mit einem Haftrand ausgestattet, um das Runterrutschen zu vermeiden. Auch hier hat die Mode Einzug gehalten. Bei fast allen Strümpfen kann zwischen verschiedenen Hafträndern gewählt werden. Spitzen- und Dekohaftbänder gehören zum Standardsortiment.

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Kompressionsstrümpfe auch im Sport?

Das Image der unbequemen „Gummistrümpfe“ sind Kompressionsstrümpfe schon vor einiger Zeit losgeworden. Seit einigen Jahren werden sie sogar von jungen, gesunden Menschen getragen. Denn die Kompression der Beine ist nicht nur bei Krampfadern gut, sondern auch im Sport.

Die Wirkung

Kompressionsstrümpfe haben einen definierten Druckverlauf. Bei medizinischen Strümpfen ist der Druck an der Fessel am höchsten und nimmt gegen oben hin degressiv ab. Sportsocken weisen in der Regel denselben Druckverlauf auf. Es gibt aber auch Marken, die auf eine progressive Kompression setzen, welche über den Muskeln am stärksten ist und gegen oben und unten hin abnimmt. Die Idee dahinter ist aber immer die gleiche. Der Blutfluss in den Muskeln wird beschleunigt. Die Sauerstoffzufuhr steigt. Auch andere Nährstoffe gelangen schneller zu den Muskeln, gleichzeitig werden Muskelabbaustoffe (z.B. Laktat) vermehrt aus dem Gewebe abtransportiert. Bei Sportlern mit Venenleiden ist nur die degressive Kompression zu empfehlen.

Die Features

An Sportsocken werden andere Anforderungen gestellt als an normale Kompressionsstrümpfe. Ein stabileres, beständigeres Gestrick ist ein Muss für Sportkompressionsstrümpfe. Auch das Design unterscheidet sich stark. Die meisten Marken bieten jährlich neue, sportliche Farben an. Um der erhöhten Belastung der Füsse gerecht zu werden sind Protektoren sehr verbreitet. Während der Achillessehnen-Protektor sozusagen zum Standard gehört, bieten die verschiedenen Marken auch Polsterungen für die Zehen, die Knöchel oder den Rist.

Da viele Kompressionsstrümpfe für eine bestimmte Sportart konzipiert sind, sind die Features und Protektoren speziell abgestimmt. Für Sportler die bereits Ihre Lieblingssportsocken gefunden haben gibt es ausserdem ein immer grösseres Angebot an Kompressionsstulpen für den Sport.

Weiteres zum Thema Kompressionsstrümpfe und Sport finden Sie unter http://www.kompressionsstruempfe.ch/info/kompressionsstrumpf-sport

Sportsocken für Venenkranke

Auch mit Krampfadern lässt es sich Sport treiben! Allerdings sollten Venenkranke auf einen degressiven Druckverlauf Wert legen, sowie ausschliesslich Produkte mit Fusskompression wählen. Die beliebten Tubes bleiben somit Venengesunden vorenthalten.

Kompressionsstrümpfe und ihre Wirkungsweise

Die Kompressionstherapie hat sich gegenüber früher in den wichtigsten Bestandteilen nicht verändert, die Basis bilden immer noch medizinische Kompressionsstrümpfe. Indikationen für Kompressionsstrümpfe sind unter anderem Krampfadern, Schwellungen der Beine, sowie Thrombosen.

Was ein Kompressionsstrumpf macht

Kompressionsstrümpfe erzeugen Druck auf das Gewebe der umschlossenen Waden, um dessen ausgeweitetes Venensystem in der Funktion zu unterstützen. Ein medizinischer Strumpf hat immer einen definierten Druckverlauf, an der Fessel ist der höchste Druck zu messen. Die Kompressionsklasse I ist die niedrigste Kompressionsklasse, gefolgt von den Klassen II, III und IV.

Kompressionsstrümpfe bilden eine feste Hülle um die Wadenmuskulatur, vergleichbar mit einer Muskelhülle. Das feste Gestrick dient als Widerlager bei jeder Muskelaktivität und unterstützt den venösen Blutfluss.

Prophylaktische Anwendungen

Kompressionsstrümpfe werden nicht nur bei Venenerkrankungen eingesetzt, sondern sind auch häufig bei kerngesunden Personen zu finden. Hier haben die Strümpfe eine prophylaktische Wirkung, das Entstehen oder Fortschreiten von insuffizienten Venen soll verhindert werden. Zwei besondere Fälle bilden die Reisethrombose-Prophylaxe, sowie die Vorsorge während der Schwangerschaft.

  • Auf Reisen: Wer eine längere Reise vor sich hat, kann mit leichten Strümpfen der Klasse I eine sinvolle Prophylaxe betreiben und gleichzeitig das Wohlbefinden steigern.
  • Während der Schwangerschaft: Aufgrund hormoneller Veränderungen kommt es in der Schwangerschaft häufig zu Venenbeschwerden und geschwollenen Beinen. Wer keine Beschwerden hat, sollte die Klasse I tragen, um das Entstehen zu verhindern. Wer bereits an schweren Beinen leidet, wählt besser die Klasse II.

Auch im Spital werden bei stationärer Behandlung Strümpfe zur Thromboseprophylaxe eingsetzt, allerdings handelt es sich dabei selten um Kompressionsstrümpfe. Meist werden leichter ATS verwendet, da Bettlägrigkeit an der Tagesordnung steht.

Wissenswertes über die Herstellung der Strümpfe

Kompressionsstrümpfe bestehen in der Regel aus einem Zweizuggestrick mit spezifischen Dehnungsfaktoren. Die Fadenqualität ist mittlerweile nur noch selten eine biologische Faser (Baumwolle), gemischt mit einer elastischen Synthetikfaser (früher Gummi). Die längere Haltbarkeit macht synthetische Fasern heute sehr populär. Ausgeklügelte Umwindungsverfahren ermöglichen, dass schlussendlich kein Elastan auf die Haut kommt. Auch die Farbpalette ist heute grenzenlos, denn moderne Fasern wie Tactel oder Lycra lassen sich mit handelsüblichen Textilfarbstoffen einfärben. Das Rundstickverfahren erlaubt Kompressionsstrümpfe ohne Naht herzustellen, was auch dem modischen Aspekt entgegen kommt.

Für jede Anwendung den passenden Strumpf

Kompressionsstrümpfe gibt es sowohl in Standard-, wie auch in Sondervarianten. Die üblichen Modelle umfassen:

  • Wadenstrümpfe: Versorgen das Bein bis unter dem Knie.
  • Schenkelstrümpfe: Ragen bis mitte Oberschenkel.
  • Strumpfhosen, wahlweise auch mit Schwangerschafts-Leibteil.

Bei den genannten Strümpfen kann oft eine offene oder geschlossene Fussspitze geordert werden. Auch im Bereich Haftrand bleiben keine Wünsche offen: Von einem einfachen Trikot-Abschluss, über gut verträgliche Noppenhaftränder bis zu sexy-Spitzen ist alles möglich.

Weiter gibt es Kompressionsstrümpfe für Hände und Arme, da die oberen Gliedmaßen ebenso  von Venen- und Lympherkrankungen befallen sein können, welche eine Kompression erfordern.

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