PKW Abschreibung – richtig abgesetzt

Steuerrechtlich hat jeder Betrieb die Möglichkeit, Wertverluste von Anlagevermögen zu buchen. Wertverluste sind die Folge von Abnutzung und Verschleiß aber auch irreparablen Defekten oder Unfällen. Ein PKW verliert innerhalb seiner ersten zwei Lebensjahre enorm an Wert. Diesen Verlust kann ein Betrieb als sogenannte Absetzung für Abnutzung, kurz AfA in seinen Konten verbuchen. AfA sind Aufwendungen, die auf der Verlustseite gebucht werden und den Unternehmensgewinn schmälern.

Die Buchung der Abschreibung erfolgt entweder direkt oder indirekt. Die direkte Abschreibung hat eine Buchung innerhalb des Kontos des jeweiligen Anlagevermögens zur Folge. Bei der indirekten wird ein Unterkonto eingerichtet, welches die Abschreibungsbeträge beinhaltet und somit nicht unmittelbar auf dem Anlagekonto vermerkt sind. Auch für die Berechnung gibt es unterschiedliche Methoden. Basiswerte sind jedoch immer der Anschaffungswert, die Nutzungsdauer und die gewählte Abschreibungsmethode. Zum Anschaffungswert zählen ebenfalls mögliche Beschaffungskosten, Montagekosten und bei PKWs zum Beispiel auch Sonderausstattung und Zubehör (wie Navigationsgeräte). Eine mögliche und auch gleichzeitig die einfachste Methode ist die lineare Abschreibung. Das Wirtschaftsgut wird jährlich mit einem konstant bleibenden AfA-Betrag abgeschrieben. Bei der degressiven Abschreibung werden sinkende Abschreibungsbeträge geltend gemacht. Die Grundlage dafür ist stets der Buchwert des vorangegangenen Wirtschaftsjahres. Entweder wird hier einen Prozentsatz eingesetzt (geometrisch-degressive Abschreibung) oder aber ein gleichbleibender Betrag, der die jährliche Abschreibungssumme verringert (arithmetisch-degressive Abschreibung). Nicht alle Verfahren sind jedoch steuerrechtlich zulässig. Wird das Anlagegut im laufenden Geschäftsjahr angeschafft, so ist im ersten und im letzten Jahr eine anteilige Abnutzung zu errechnen und anzusetzen.

Das Thema PKW Abschreibung beschäftigt unseren Gesetzgeber immer mal wieder. So wurde die Nutzungsdauer für Anschaffungen nach dem 1.1.2001 von fünf auf sechs Jahre angehoben. Wer einen gebrauchten PKW für sein Unternehmen einsetzt, kann die Nutzungsdauer anhand des Alters, des Zustandes sowie der Art der voraussichtlichen Nutzung selbst schätzen.