Das Lymphödem frühzeitig erkennen

Wenn sich Lymphflüssigkeit vermehrt im Gewebe ansammelt spricht man von einem Lymphödem. Das Gewebe schwillt an und wird empfindliche. Die Bewegungsfreiheit der Betroffenen ist eingeschränkt. Je früher die Behandlung beginnt, desto besser kann man das Lymphödem in der Regel in den Griff bekommen. Doch das Lymphödem wird von den Betroffenen nicht immer sofort erkannt. Das ist verständlich, wenn man sich die ersten Symptome und Beschwerden anschaut, die leicht übersehen werden können. So gehörten Druck- und Spannungsgefühle zu den ersten Beschwerden. Kribbeln, leicht Taubheit, Hautveränderungen und geschwollene Fuss- oder Handrücken sind ebenfalls erste Anzeichen eines Lymphödems.

Unterteilt wird das Lymphödem in vier Stadien.

Das latente Lymphödem wird vom Betroffenen nicht bemerkt und kann nur durch Szintigraphie gemessen werden.

Im Stadium 0, auch Latenzstadium genannt ist die Schädigung des Lymphsystems bekannt, es treten jedoch noch keine Schwellungen auf.

Weiche Schwellungen, die sich beim Hochlagern der betroffenen Gliedmasse zurückbilden sind typische Symptome des reversiblen Stadiums (Stadium 1).

Im irreversiblen Stadium 2 bildet sich die Schwellung auch beim Hochlagern der Extremität nicht mehr zurück. Das Bindegewebe verhärtet sich durch Einlagerung von Eiweiss.

Die schwerste Form des Lymphödems ist die Elephantiasis, bei welcher die Extremitäten eine extreme Volumenzunahme aufweisen. Die Haut ist verhärtet und weist warzenförmige Wucherungen auf. Die Beweglichkeit ist stark eingeschränkt. Hier ist das Stadium 4 erreicht.

Unbehandelt schreitet das Lymphödem immer weiter fort. In der Hoffnung auf eine Heilung einfach abzuwarten ist deshalb unsinnig und gefährlich. Im reversiblen Stadium ist das Lymphödem noch gut in den Griff zu bekommen.

Doch wie erkennt man das Lymphödem?

Die oben beschriebenen ersten Anzeichen sind ernst zu nehmen. Am besten sucht man beim Verdacht auf ein Lymphöden einen spezialisierten Arzt auf, wenn das Gewebe spannt, die Haut sich verändert oder Gefühlsstörungen wie Kribbeln oder Taubheit auftreten. Zudem kann jede und jeder selbst einen einfachen Test durchführen. Wird das geschwollene Gewebe für ca. 10 Sekunden eingedrückt sollte sich die Delle nach der Druckentlastung sofort zurückbilden. Bleibt eine sichtbare Hautdelle zurück ist das ein Anzeichen für ein Lymphödem. Hier muss unbedingt ein Spezialist aufgesucht werden, um möglichst rasch eine Diagnose zu stellen und wenn nötig eine geeignete Therapie einzuleiten. Die Therapie sieht in allen Stadien ähnlich aus. Durch manuelle oder apparative Lymphdrainage wird eine Entstauung des Gewebes erreicht. Kompressionsverbände oder Kompressionsstrümpfe erhalten den Therapiererfolg.

Weitere Informationen zum Thema Lymphödem finden Sie auf http://www.kompressionsstruempfe.ch/info/lymphoedem-ursachen-diagnose-therapie