Inkontinenz bei Männern: Ratschläge

Blasenschwäche wird häufig als Frauenkrankheit angesehen. Aber auch viele Männer leiden an Inkontinenz. Häufig ist die Ursache von Inkontinenz bei Männern eine vergrößerte Prostata. Diese drückt die Harnröhre zusammen und behindert so den Urinfluss. Auch nach einer Entfernung der Prostata aufgrund von Prostatakrebs kann eine Inkontinenz auftreten. Verschiedene Studien berichten, dass nach einer kompletten Prostataentfernung 20 bis 50 Prozent der Männer (je nach Studie) an Inkontinenz leiden. Grund kann aber auch eine überaktive Blase sein, bei der sich ohne organisch feststellbaren Grund der Blasenmuskel zusammenzieht und dadurch Urin unwillkürlich austritt.

Viele Menschen möchten über die Möglichkeit einer Inkontinenz gar nicht nachdenken. Diese Vermeidungstaktik kann allerdings fatale Folgen haben. Denn bei Inkontinenz sind gerade vorbeugende Maßnahmen besonders wirkungsvoll. Diese einfachen Ratschläge und Tipps können Sie befolgen, um Ihr Risiko für eine Inkontinenz zu verringern:

Das sogenannte Beckenbodentraining ist eine gute Maßnahme zur Inkontinenzvorbeugung. Dieses wirkt nicht nur bei Frauen. Auch bei Männern ist es eine vielversprechende Behandlungsmethode für Inkontinenz, denn durch Beckenbodentraining stärken Sie Ihre Schließmuskeln. Da der Beckenboden ein Muskel ist, den man normalerweise nicht spürt und der nur unbewusst gesteuert wird, ist es ratsam, sich zunächst von einem Experten, zum Beispiel einem Physiotherapeuten, anleiten zu lassen. Hat man einmal den Dreh heraus, kann man die Übungen ganz einfach jederzeit durchführen. Es gibt verschiedene Übungen, die man im Stehen und Sitzen sowie im Liegen machen kann. Dadurch ist dieses Training sehr vielseitig und ohne großen Aufwand durchführbar.

Ab einem Alter von 45 Jahren sollte jeder Mann einmal jährlich eine Prostatauntersuchung durchführen lassen, die im Rahmen des gesetzlichen Früherkennungsprogramms vorgesehen ist. So kann eine eventuelle Vergrößerung frühzeitig erkannt und behandelt werden. Bemerkt man bei sich erste Anzeichen einer Inkontinenz, also zum Beispiel Nachtröpfeln von Urin, sollte man sofort einen Urologen aufsuchen. Dieser kann die Ursache der Inkontinenz ermitteln und einen Behandlungsplan aufstellen. Eine bewährte Behandlungsmethode ist das Verhaltenstraining. Hier wird, mit Hilfe eines Miktionsprotokolls, Schritt für Schritt der Zeitraum zwischen zwei Toilettengängen verlängert, um so die Kontinenzfähigkeit langsam wieder zu steigern.

Weitere Informationen und Ratschläge zu Inkontinenz, Prostatabeschwerden, Schutzeinlagen und –unterwäsche gibt es unter www.tena.de.