Hilfe es wurde eingebrochen – Eine Alarmanlage muss her.

Meistens passiert es anderen und man selbst denkt nicht ernsthaft daran, eines Tages auch zu der Opferseite zu gehören. Berichte, die in den Medien auftauchen oder einem persönlich erzählt werden, lassen einem den kalten Schauer über den Rücken laufen. Aber im Grunde fühlt man sich doch sicher in den eigenen vier Wänden. Vor allem, wenn es sich um einen Erstbezug in einem Neubau handelt, bei dem davon ausgegangen wird, dass Fenster und Türen einen ausreichenden Einbruchsschutz bieten und keine zusätzliche Alarmanlage von Nöten ist.

Zum Nikolausfest geht es zu den Großeltern, die für die Kinder einen ganz besonderen Nachmittag geplant haben. Im Anschluss an den gebuchten Nikolaus gab es noch ein schmackhaftes Essen in gemütlicher Runde und gegen 19 Uhr hieß es dann, den Heimweg anzutreten. Die Kinder sind einfach nur zufrieden und müde. Als Eltern freut man sich auf einen gemütlichen, ruhigen Ausklang des schönen Tages. Das Auto wird in der Tiefgarage geparkt und vor der Wohnungstür erst einmal nach dem Haustürschlüssel gekramt. Das Schloss lässt sich leicht schließen, aber irgendwie ist die Türe nicht zu öffnen. Nach einem kurzen Moment der Verwunderung, dass die Türen doch noch nicht derart verzogen sein könnten, wird ein wenig mehr Druck auf die Türe ausgeübt und schließlich lässt sie sich bewegen. Schnell wird die Situation erfasst, denn beim Verlassen der Wohnung hat niemand von der Familie eine Kommode vor die Türe schieben können. Die Aufregung steigt und nach wenigen aufgeregten Herzschlägen ist es Gewissheit: in der Wohnung waren ungebetene Gäste. Sofort keimt der Gedanke auf, ob eine vorher installierte Alarmanlage nicht eine gute Investition in den Einbruchsschutz gewesen wäre. Aber im Grunde vertraute man dem Bauherrn, dass er insbesondere bei Erdgeschosswohnungen diese Möglichkeit in Betracht zog. Dem war leider nicht so.Mit dem Handy wird die Polizei gerufen. Direkt im Anschluss werden die Großeltern informiert, die sich beeilen, um den Kindern beizustehen. Während man auf die Ankunft der Polizei wartet, werden die Nachbarn befragt, ob diese etwas bemerkt hätten. Doch niemand hat etwas gehört, denn die Wohnungen sind als Neubau gut gedämmt. Nach einer knappen Stunde trifft die Polizei ein und gemeinsam betritt man die Wohnung, in der man sich nicht mehr wohl fühlt. Schränke sind ausgeräumt, in der Küche wurden die Tupperdosen mit den Cornflakes, dem Paniermehl und weitere Inhalte auf dem Boden verschüttet. Es fehlt nichts, der Einbruch führte zu keiner Beute, aber das Schlafzimmerfenster und die Terrassentüre stehen offen. Schnell erfasst die Polizei, dass die Einbrecher das geschlossene Schlafzimmerfenster ohne Weiteres haben aufdrücken können, es bot somit keinen sicheren Einbruchschutz. Der oder die Täter haben dann den Tatort über die Terrasse verlassen. Das anschließende Waldgrundstück bot idealen Unterschlupf in der Dunkelheit und womöglich wurde das weitere Geschehen noch von dort beobachtet.

Das, was bleibt, ist ein mulmiges Gefühl. Jemand Fremdes hat in den eigenen Sachen gewühlt, hat Einrichtungsgegenstände angefasst, hat die vermeintliche Sicherheit der Privatsphäre zerstört. Die ersten Nächte verbringt die Familie bei den Großeltern und es folgt ein gemeinschaftlicher Großputz der Wohnung. Nach einer eingehenden Beratung durch die Polizei, wurde im Nachhinein eine Alarmanlage installiert, die das Gefühl von Sicherheit wieder herstellte. Doch der Schock, der war noch lange präsent und bei dem kleinsten Geräusch war man hellwach. Das Telefon und das Handy immer in greifbarer Nähe.