Die Herkunft und Geschichte des Tätowieren

Die Herkunft und Geschichte des Tätowieren

Tattoos haben schon seit vielen Jahrtausenden Tradition und sind einer der beliebtesten Formen der Körperkunst. Auch Piercings sind recht beliebt, doch das allgemeine Tattoo konnten sie noch nicht überholen. Deswegen ist es interessant einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Die Geschichte der Tätowierungen ist sehr eindrucksvoll und aufschlussreich.

Die Anfänge der Tätowierungen

Es gibt keinen genauen Ursprung von Tätowierungen und Piercings. Sie wurden in vielen Teilen der Erde von den Völkern entwickelt. Hierbei waren diese vollkommen unabhängig voneinander und entwickelten diese Kunst selbständig. Einer der ältesten Tätowierungen kann in Chile angetroffen werden. Im Norden des Landes wurde eine 7000 Jahre alte Mumie entdeckt. Diese hatte Tätowierungen an Händen und Füßen. Die bekannte Gletscher-Mumie Ötzi hatte auch schon mehrere Zeichen unter der Haut, die durch Nadeln oder kleine Einschnitte zugefügt wurde. Ötzi ist mehr als 5000 Jahre alt. Einige der aufwendigsten Tätowierungen wurde von dem eiszeitlichen Skythen durchgeführt. Dies war ein Reitervolk in der russischen Steppe und des Kaukasus. Sie hatten besonders großflächige Tätowierungen im Angebot. Durch dieses Reitervolk wurde auch widerlegt, dass die Sitte des Tätowierens ursprünglich aus Südwestasien stammt. Von dort sollte es sich über Ägypten nach Polynesien und Australien ausgebreitet haben.

Tätowierungen in der Neuzeit

Tätowierungen haben gerade rituelle Bedeutungen für verschiedene Kulturen. Dies kann man vor allem bei den Yakuza in Japan oder den philippinischen Stammestätowierungen sehen. Noch heute sind die Tattoos der Maori sehr bekannt. Diese schließen sogar Kopf und Zahnfleisch mit ein und haben häufig geometrische Muster. Das Tätowieren hat sich durch alle Jahrhunderte gezogen. Im Mittelalter war es vor allem bei Christen sehr beliebt. Sie ließen sich oft Kreuze, Fische oder Initialen stechen. Einen großen Zuspruch fand die Tätowierung im Jahre 1750 in Japan. Da nur reiche Kaufleute sich teurer Seidenkimonos leisten konnten, nutzen die arme Bevölkerung die Tätowierungen um bunte Muster zu tragen. Dies war damals noch wesentlich günstiger. Das heutige moderne Tätowieren wurde erst im 19. Jahrhundert eingeführt. Seefahrer brachten die Kunst des Tätowierens nach Europa und Amerika. Die Matrosen haben sich zuvor die Kunst des Tätowierens von den Ureinwohnern beibringen lassen oder sie sogar einige mitgenommen. Einer der ersten Tätowierungen bekam der Herzog von York und Zar Nikolaus II aus Russland. Durch diese wurde ein wahrer Boom in Europa ausgelöst und jeder wollte eine Tätowierung besitzen. Auch heute sind Tätowierungen noch sehr beliebt und auch Piercings sind keine Seltenheit. Natürlich werden heute sehr viel modernere Methoden verwendet die bunten Bilder unter die Haut zu bringen. Tattoo Studio Zürich