Die Badeente entzückt Jung und Alt

Man höre und staune! Die kleine Quietscheente und ihre Geschichte lassen sie zum Star werden. Wie alles losging: Im Jahre 1992, also überhaupt nicht so lange her, war das chinesische Frachtschiff „Tokio Express“ auf hoher See unterwegs. Die Launen der See sind tückisch, aber wie es der Zufall eben so wollte, kam ein Orkan auf, der 3 Container der kostbaren Fracht von Bord riss. Die hübsche Quietscheente, Gummifrosch und viele Badeenten wurden durch die Meeresströmung getrennt und so kam es, dass einige Badeenten in Alaska entdeckt wurden. Das Staunen war beträchtlich, auch unter den dort angesiedelten Klimaforschern wurde ein beeindruckendes „Aha“ hervorgerufen. Denn sie erkannten damit schnell, dass man mit den niedlichen Badeenten die Strömungen der Ozeane nachvollziehen kann. Die „Friendly Floatees“ wie sie als Folge benannt wurden, wurden zu diesem Zweck erfolgreich genutzt.

Die Badeenten gewannen die Herzen nicht nur der Wissenschaftler und derjenigen, die eine wirklich aus dem Meer fischen durften. Vielmehr erfreute sich das jüngere Publikum, dass sie in „Die Sesamstraße“ die „Quietscheente“ von einer neuen Seite kennen lernen durften. Die Quietschente eroberte im Nu nicht nur die Herzen der Seher, sondern ebenfalls jenes von Ernie, der im Herrenzwist eine der Badeenten für sich gewinnen wollte.

Wer den herzigen Badeenten nun die gelbe Farbton verpasst hat, ist bis heute nicht geklärt. Einige Geschichten und Vermutungen über die Quietscheente gibt es bekanntermaßen immer. Eine Geschichte zu den Badeenten und damit auch sehr naheliegend ist die jene, das man in diesem Fall die Entenküken zum Ideal nahm. Die plüschig erscheinenden Küken mit den zarten Flügeln kann man nicht die Stirn bieten. Fakt ist allerdings trotz unklarer Farbherkunft, dass 1949 die Quietscheente patentrechtlich registriert wurde.

Seit die Badeenten ihren festen Platz im Produktangebot in den Badeaccessoires gefunden haben, sind sie auch in so mancher Wanne nicht mehr wegzudenken. Der feste Bestandteil eines jeden Badetierchen-Fans ist die Quietscheente, die optisch entweder das Blubberbläschen Badewasser oder einfach den Beckenrand ziert. Einige Enten-Anhänger besitzen auch erstaunliche 5000 Exemplare davon. Man stelle sich den Bedarf an Platz vor, den die gelben Badefreunde in Anspruch nehmen. Ein anderes Beispiel ist das Badeenten-Aussetzen mit dem Namen „I found a Duck“ in London vor ein paar Jahren. Dort wurden die Enten ins Wasser gelassen und all jene, die eine Quietscheente entdeckt haben, sollten den Fundort im Web auf einem Portal eintippen. Diese Aktion begeisterte so viele Menschen, dass sie auch erneut durchgeführt wurde.

Es gibt bereits für so etliche Dinge Wettbewerbe – also auch für Badeenten. In London wurde für karitative Zwecke ein Badeenten – Rennen organisiert, an dem rund blaue 250.000 Enten ins Wasser gelassen wurden. Die blauen Quietscheenten lieferten sich ein Kopf an Kopf–Rennen das zahlreiche Besucher hellauf begeisterte. Der Grund der blauen Farbtons ist der, dass man „nicht regelkonformen Startern“ den Weg durchkreuzte. Jeder Quietscheente die gleiche Möglichkeit ohne Wegabkürzungen! Mit dem aktuellen karitativen Einsatz zeigte London wieder seine soziale Seite.

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