Beckenbodentraining hilft Männern und Frauen

Beckenbodentraining dient dazu die Muskulatur des Beckenbodens zu stärken und so Leiden wie Inkontinenz vorzubeugen bzw. sie zu lindern. Das Training der Beckenbodenmuskulatur ist nicht nur für Frauen geeignet. Auch Männer aller Altersgruppen können  – wenn sie die Beckenbodentraining-Übungen regelmäßig ausführen – ihr Körpergefühl durch das Training verbessern und so auch ihre Lebensqualität steigern. Da Beckenbodengymnastik kein schweißtreibendes Fitnessprogramm im eigentlichen Sinne ist, können die Übungen jederzeit und überall trainiert werden, z. B. auf dem Sofa, im Bus oder während man im Supermarkt an der Kasse wartet.

Um sich optimal auf die Beckenbodentraining-Übungen vorzubereiten ist es im ersten Schritt wichtig, die Beckenbodenmuskeln genau zu lokalisieren. Dies kann man, indem man sich auf den Rücken legt, die Knie anwinkelt und die Schließmuskeln des Darms und der Harnröhre zusammenkneift. Die Muskeln sollten nach innen und oben angespannt werden, dass es sich so anfühlt, als würde man den Beckenboden nach innen ziehen. Wenn man die Beckenbodenmuskeln so lokalisiert hat, kann man diese Muskelgruppe gezielt an – und entspannen. Die verschiedenen Beckenbodentrainingsübungen können fünf bis zehn Mal wiederholt werden. Dabei ist es wichtig die Dauer der Anspannung langsam zu steigern.

Die Beckenbodenübungen sollten regelmäßig über mehrere Monate durchgeführt werden. Dabei kann das Training auch öfters am Tag erfolgen. Patienten mit Blasenschwäche oder Inkontinenz sollten – wenn sie Beckenbodentraining-Übungen machen – nach ungefähr ¼ Jahr eine Verbesserung der Blasenkontrolle feststellen. Auch wenn dann die Beckenbodenmuskulatur gestärkt ist, sollten die Übungen weiterhin durchgeführt werden. Man kann jedoch dann die Intensität und Häufigkeit des Trainings reduzieren. Weitere Tipps und Übungsvorschläge für effektives Beckenbodentraining findet man auch hier.